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Es ist wahrscheinlich, dass Sie diese Seite aus sehr persönlichen Interessen aufgesucht haben: Weil Sie zur Zeit selbst von einer Krebserkrankung betroffen sind, oder einem erkrankten Familienangehörigen oder gutem Freund zur Seite stehen wollen.
Wir möchten, dass sie sich als Betroffene/r nicht allein gelassen fühlen. Als Patient brauchen Sie Menschen, die Ihre Ängste kennen und verstehen und in der Lage sind, sich mit hohem Fachwissen um Sie zu kümmern.
Diese Seiten sind daher für Sie gemacht worden. In erster Linie wollen wir Ihnen helfen, sich einen Überblick über Ihre Erkrankung und Ihre Möglichkeiten zu verschaffen. Wir setzen uns aber ebenso dafür ein, dass auch in Zukunft jeder Patient mit einer Krebserkrankung gut und schnell behandelt werden kann. Hierzu werden wir besonderes Augenmerk auf gesundheitspolitische Probleme haben. Jeder Bürger sollte die Möglichkeit haben, die beste medizinische Versorgung ohne lange Wartezeiten zu erhalten.
Wir, dass sind unter anderem Ärzte, MTA`s, Pflegepersonal und weitere Personen, die seit Jahren im klinischen Alltag Krebspatienten betreuen und wissen, dass die „Luft“ für eine ausreichende medizinische Versorgung unserer Patienten immer dünner wird, dass man zunehmend gegen die Uhr und politische Vorgaben arbeiten muß.
Weiterhin wünschen wir Ihnen alles Gute und hoffen, Ihnen vermittelt zu haben, dass Ihre Sorgen und Nöte von uns sehr ernst genommen werden. Schauen Sie sich gern auf unseren Seiten um. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie uns natürlich auch eine
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schreiben.
Patientenservice
Psychologische Beratung
Checkliste für Patienten der Strahlentherapie
Zu Beginn der Behandlung
Bitte bringen Sie immer alle Unterlagen (insbesondere Röntgen/
Computer- und Kernspintomographiebilder) zur Erstuntersuchung mit. In der Strahlentherapie-Klinik wird man sich gerne die für die Behandlung relevanten Befunde und Bilder heraussuchen.
Allgemeine Nebenwirkungen
Ein bis drei Stunden nach der Bestrahlung können Müdigkeit,
sowie – bei wenigen Bestrahlungsbereichen – Übelkeit oder Durchfälle auftreten, die durch Medikamente aber gut zu beeinflussen sind. Vielleicht werden Sie bemerken, dass Sie während der gesamten Zeit der Therapie weniger leistungsfähig und leichter ermüdbar sind. Hören Sie auf Ihren Körper: nehmen Sie sich Zeit für sich und vermeiden Sie größere körperliche Anstrengungen.
Hautreaktionen
Die Haut im Bereich der Bestrahlungsfelder wird mehr oder weniger stark durch die Bestrahlung beansprucht. Rötungen und eine über längere Zeit
anhaltende Bräunung der Haut nach Therapieende sind normale Begleiterscheinungen. Um die größtmögliche Verträglichkeit für die Haut unter der Behandlung zu erreichen, ist es wichtig folgende Empfehlungen einzuhalten:
Bitte benutzen Sie keine Cremes, Deodorants, Parfums, Seifen oder andere Mittel im Bestrahlungsbereich. Erhebliche Hautreizungen könnten auftreten.
Um der Gefahr einer Hautverbrennung zu entgehen, vermeiden Sie bitte zusätzliche Bestrahlungen, wie z.B. Höhensonne, Sonnenbäder, Rotlicht, Kurzwelle, etc. auf den betreffenden Hautpartien.
Auf den Besuch von Sauna, Schwimmbad oder ähnliches müssen Sie für den Zeitraum der Strahlentherapie leider verzichten.
Die Haut im Bestrahlungsbereich sollte so wenig wie möglich beansprucht werden. Reiben, Kratzen, Bürsten, Massieren, usw. sollen vermieden werden. Tragen Sie bitte Kleidung, möglichst aus Naturfaser, die nicht scheuert oder drückt.
Meiden Sie Hitze und Kälte (z.B. Eisbeutel) in den genannten Bereichen.
Bei Bestrahlungen im Kopf-, Halsbereich nehmen sie möglichst keine sehr heißen oder stark gewürzten Speisen zu sich. Rauchen Sie nicht und trinken Sie keine Spirituosen. Der Arzt wird Ihnen Möglichkeiten zur Mund- und Zahnpflege erörtern.
Die Hautmarkierungen sind sehr wichtig für die exakte Bestrahlung und dürfen daher nicht entfernt werden.
Ein Bestrahlungsfeld am Hals reagiert anders als eines am Knie. Auch hat jeder Patient eine unterschiedlich empfindliche Haut. Das Personal vor Ort wird Ihnen daher die für Sie besten Pflegemöglichkeiten erläutern. Es sollte großen Wert darauf gelegt werden, Ihnen nach Beendigung der Strahlenbehandlung wieder Schritt für Schritt zu den Aktivitäten zu helfen, die auch vor der Therapie Ihr Leben bereichert haben. Einige Wochen später können Sie z.B. bereits wieder in die Sauna oder zum Schwimmen gehen. Sprechen Sie Ihre Ärzte an.
Ernährung und allgemeines Verhalten während der Therapie
Viele Fragen betreffen immer wieder das Thema Ernährung. In unserer Klinik empfehlen wir Ihnen, bis auf einige Ausnahmen, keine besonderen Ernährungsformen. Essen Sie das, was Ihnen schmeckt, aber essen Sie bewusst. Versuchen Sie, sich möglichst abwechslungs- und vitaminreich zu ernähren. Sie sollten allerdings auf die Einnahme von Vitaminpräparaten während der Strahlentherapie verzichten, oder sich vorher mit einem unserer Ärzte darüber beraten. Gegen ein Gläschen Sekt oder Wein zu besonderen Gelegenheiten ist sicherlich nichts einzuwenden. Es ist uns auch hier wichtig zu sagen: Lassen Sie sich Zeit, horchen Sie in sich hinein und versuchen Sie, sich etwas Gutes zu tun. Gehen Sie spazieren oder suchen Sie Entspannung im Hobby. Dies ist eine Zeit für Sie. Niemand kann Ihnen besser raten, was gut oder schlecht für Sie ist als Sie selbst.
Ernährung nach der Therapie
Nachdem die Strahlentherapie bei Ihnen beendet wurde, ist es für Ihren Körper an der Zeit seine leeren Speicher wieder aufzufüllen. Dies sollte durch eine durchdachte und abwechslungsreiche Ernährung und in vielen Fällen auch durch die Einnahme von Nahrungsergänzungspräparaten geschehen. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt nach Therapieende auf die Möglichkeiten an, die Ihnen heute zur Verfügung stehen. Weiterführende Informationen erhalten Sie zum Beispiel beim Präventionszentrum-Nord.
Nachuntersuchungen
Die Nachsorgeuntersuchungen werden in vorbestimmten, zeitlichen Abständen von Ihrem Hausarzt oder auch in der Strahlentherapie-Klinik durchgeführt. Sie sollten von Ihnen genau eingehalten werden, denn sie dienen Ihrer Sicherheit und Gesundheit. Der Arzt wird dies alles mit Ihnen am letzten Bestrahlungstag genau besprechen.
Egal, welche Fragen oder Bedenken Sie haben: Sprechen Sie bitte zuerst mit dem Personal in der Klinik. Es gibt Freunde, Verwandte oder die Wartezimmerbekanntschaft, die Ihnen mit Tipps und Geschichten helfen möchten. Diese kennen aber weder Ihre genaue Diagnose noch Ihre Therapie. Gerade die Strahlentherapie ist auch heute noch durch Vorurteile, Lügenmärchen und aus Unwissenheit entstehenden Ängsten belastet. Machen Sie sich selbst ein Bild. Kommen Sie zu uns und lassen Sie uns gemeinsam für Ihr Leben, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden arbeiten.
Zum Schluß ein Wort zur Nachsorge
Eine konsequente Nachsorge ist in der Strahlentherapie unerläßlich. Einige Nebenwirkungen der Strahlenbehandlung können längere Zeit nach Bestrahlung auftreten. Gelegentlich kann es auch schwierig sein, Therapiefolgen von einem Tumorwachstum zu unterscheiden. In der Radioonkologie wurden in den letzten Jahren verstärkt Bemühungen unternommen, derartige Folgen zu erkennen und moderne Behandlungskonzepte zu entwickeln. In Übereinstimmung hiermit ist die Strahlentherapie-Einrichtung auch gesetzlich verpflichtet, eine Nachsorge durchzuführen.
Das Nachsorgeangebot kann allerdings nur gut funktionieren, wenn der Patienten Hand in Hand mit den Hausärzten versorgt wird. Deshalb unsere Bitte: Gehen Sie nach Therapieende zu Ihrem Hausarzt und informieren Sie ihn, wie es Ihnen geht. Nehmen Sie alle Nachsorgeangebote an. Kommen Sie gerne zu weiteren Terminen, wenn Ihnen Veränderungen im alten Bestrahlungsfeld auffallen.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen.
Mit herzlichen Grüßen Ihr
Privatdozent Dr. med. Ulrich M. Carl, Chefarzt
und das Team der Klinik für Strahlentherapie, Radioonkologie und Nuklearmedizin
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